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†Gefolterte Seele†

Es ist ein kühler Samstag. Er wirkt ziemlich düster, doch für jemand anders ist dieser Tag die reine Dunkelheit.
An diesem Tag, an diesem Samstag vor einem Jahr starb er, Jonas, an dessen Grab steht sie nun und weint.
Manuela Steht am Grab von Jonas und weint. Sie weint bittere tränen um ihren geliebten Jonas. Wieso ausgerechnet er.
Das fragte sie sich immer wieder, doch es kam keine Antwort. Sie schwelgte in Erinnerungen, wie alles begann und wie es endete.
Sie wurde in die Psychiatrie eingeliefert als sie 17 war, nach einem Selbstmordversuch. Es passierte an einem dieser vielen Tage, als die Vergangenheit sie einholte, als diese Stimmen zu ihr sprachen, die auf sie aufpassen wollten, die nur ihr bestes wollten. Die ihr einredeten die Klinge zu nehmen und auch ja längs und nicht quer die Linie zu ziehen. Und sie tat es, das was ihr diese Stimme sagte. Sie glaubte ihnen, weil sie so ehrlich klangen und ihr nichts Böses wollten. Doch es war zur falschen Zeit am falschen Ort, denn sie wurde gefunden, von ihm, von Jonas. Er hatte sie damals liegend und mit klaffenden Adern aufgefunden und denn Notarzt gerufen. Manuela kann sich an diesen schicksalhaften Tag nicht mehr erinnern, sie hat keine Erinnerung mehr.
Was sie weiss, dass sie aufgewacht ist, als ein junger Mann neben ihrem Bett auf dem Stuhl sass und schlief, sie fragte eine Schwester, die eben denn Raum betreten hatte, und erhielt als Antwort, dass er Jonas heisse, er sie gefunden hätte und jeden Tag in die Klinik kam um sie zu besuchen.
Manuela ging das durch denn kopf und sie fragte sich über ihre Gefühle aus. Irgendwie fühlte sie ganz kurz einen hass auf ihn, immerhin hatte sie wegen ihm nicht sterben können und dann kam dieses andere Gefühl, ein Gefühl das sie bislang nicht kannte und auch nicht definieren konnte. Doch es war angenehm und durchfuhr ihren ganzen Körper.
Sie schaute sich nun diesen Jonas genauer an und fand erstmal, dass er richtig süss ausschaute wenn er schlief. Sie hatte gleich darauf das Gefühl, sie würde ihn schon seiht ewig kennen.
In diesem Augenblick sah sie, wie sich seine Augen öffneten und er sie verschlafen anschaute. Er schaute sich erst mal um, schaute dann Manuela an und meinte ganz verschlafen:“ Hi Manuela, ich bin Jonas, ich hab dich gefunden.“
Bei Manuela kam erst wieder dieser Hass auf, weil sie ja durch ihn gerettet wurde.
Jonas schaute sie entsetzt an, denn ihre Gedanke, ihr hass hat sich in ihrer Mimik widerspiegelt, was er ihr ansah, was ihn erschrak.
Darauf hin sagte er, dass er wohl besser gehen sollte. Doch sogleich änderte sich Manuelas Gesichtsausdruck.
„Nein, bleib bitte, ich möchte mit dir reden wenn ich darf, und du willst.“
Jonas erkannte an ihrer Mimik, dass sie es nun besser mit ihm meinte.
Sie fing an ihm zu erzählen wer sie sei und fragte wer er denn sei. Nachdem die beiden so eine zeit geredet hatten, erkannte Jonas, das die Besuchszeit zu ende war und er nun gehen müsse, er aber, wenn er dürfte, morgen wieder kommen würde.
Manuela war traurig als sie das hörte, doch auch froh, dass sie ihn morgen wieder sehen konnte. Als Jonas gegangen war, dachte sie noch lange über ihn, ihren versuch und ihre Gründe dafür nach. Sie fing an zu weinen, weil ihre Gefühle und ihre Erinnerung sie überrannten. Sie wollte sich die tränen aus denn Augen wischen, doch also sie denn arm bewegen wollte, durchfuhr sie ein starker schmerz und erst da sah sie die riesigen verbände um ihre handgelenke. Weil ihr der schmerz zu stark war, lies sie die tränen laufen und schlief währenddessen ein.
Als sie aufwachte sah sie, dass es morgen war. Im selben Moment kam die Krankenschwester ins Zimmer und plärrte ein aufwachen in denn Raum, als sie jedoch sah das Manuela schon wach war murmelte sie:“ Entschuldigung, guten morgen“ und sie heisse Stefanie und da war sie auch schon wieder weg.
Als Manuela wach war und dass frühstück mehr oder weniger runtergewürgt hatte, trat ein arzt ein, der sich als Herr Doktor Maier vorstellte. Er schaute sich die verbände an und fragte nebenbei mal kurz wie es ihr denn gehen würde, doch Manuela kam nicht mal dazu ihm zu antworten, weil er schon wieder zur Tür raus war. Sie dachte sich nur, was das für ein Arschloch gewesen sei. Nun wartete sie denn lieben langen tag, dass sich die Tür öffnet und Jonas eintreten würde. Die Tür öffnete sich oft, doch Jonas war es nicht. Manuela war soweit, dass sie sich sagte, er würde eh nicht mehr kommen, hätte sie eh nur verarscht wie alle anderen. Doch wer trat in genau diesem Augenblick ein? Es war Jonas, und in Manuelas Gesicht zeichnete sich ein lächeln ab. Das erste seit langer zeit. Man sah auch Jonas an, dass er sich freute Manuela wieder zu sehn und auch, dass sie sich freute.
Manuela und Jonas erzählten nun ein bisschen mehr über sich, von ihren ansichten über das leben, über Gott und die Welt und noch vieles mehr.
In einigen Sachen hatten sie durchaus die gleichen Vorstellungen und Interessen. In anderen dingen merkte man, wie negativ Manuelas Gedanken waren und wie positiv Jonas dachte. Sie redeten an diesem tag sehr viel und bemerkten gar nicht wie schnell die zeit verging bis Schwester Stefanie antrabte und Jonas bat zu gehen, da die Besuchszeit schon wieder vorbei war und dass Manuela sich noch ein wenig erholen müsse. Der abschied fiel beiden schwer, doch Jonas versprach am nächsten tag wiederzukommen. Manuela wünschte sich den nächsten tag per sofort daher, da sie nicht warten wollte und konnte.
Am nächsten tag standen einige Gespräche und Untersuchungen für Manuela auf dem Programm. Sie erfuhr, dass sie so schnell wie möglich in die Psychiatrie überwiesen werde, damit sie da so schnell wie möglich eine Therapie machen könne. Manuela wusste, dass es so kommen würde aber sie fürchtete sich auch sehr davor. Sie wollte nicht dahin und wenn sie es deswegen noch mal probieren müsste sich das leben zu nehmen. In diesem Augenblick trat Jonas ein. Er sah, dass mit Manuela etwas nicht stimmte. Er fragte sie was los sei, sie wollte was sagen, doch sie musste weinen bevor sie ein Wort raus brachte. Jonas nahm sie in seine arme und hielt sie fest. Manuela fühlte sich geborgen und liess ihre tränen freien lauf. Als keine tränen mehr kamen und sie sich gefasst hatte, fing sie zittrig an zu erzählen was sie heute alles erlebt hatte und dann auch, dass sie in die Psychiatrie überwiesen würde. Jonas wurde ruhig nachdem Manuela erzählt hatte, sie fürchtete die stille und malte sich insgeheim schon das schlimmste aus, bis Jonas dann die stille brach und meinte, dass sei ja schrecklich, wo das denn sei wo sie hin müsse, ob er sie da noch besuchen könne, ob er sie da anrufen dürfte.
Nachdem Jonas das gesagt hatte, brach Manuela in tränen aus, beruhigte Jonas aber sogleich, dass es Freudentränen wären und was sie sich schon schlimmes gedacht hatte. Jonas beruhigte sie und sagte, dass er sie sehr gerne habe. Er gestand ihr, dass er sie liebe, sie mehr als nur gerne habe und ihm das bei denn besuchen klar geworden ist. Manuela wurde mulmig dabei, doch sie dachte an das, was sie empfand wenn sie an ihn dachte und sehr leise konnte man dann nach einem zögern hören:“ ich liebe dich auch Jonas“
Von da an redete sie mit mehr Gefühl zueinander, über ihre Vergangenheit und was da so passiert ist. Jonas hörte viel von Manuela, was er nicht fassen konnte, was ihn sehr beschäftigte. Manuela erzählte ihm wie sie schon als Kind verprügelt wurde von den Eltern, wie sie später regelrecht verkauft wurde an ältere Männer. Die einen machten Aktfotos, andere vergewaltigten sie dermassen, dass ihr alles wehtat und all das Geld gaben die Eltern für Alk aus. und konnten sie sich mal kein Bier mehr leisten, wurde ein Telefonanruf gemacht. Später stand ein Mann an der Tür, er ging in ein speziell dafür hergerichtetes Zimmer und manuela musste mitgehen, ob sie wollte oder nicht. Wollte sie mal wieder nicht, so wurde sie windelweich geprügelt. Dadurch wurde sie zum Aussenseiter und traute keinem mehr, freunde hatte sie keine und wenn mal welche da waren, nutzen sie Manuela nur aus. Manuela wurde älter, die Männer perverser, die Eltern härter und die „spiele“ schmerzhafter. Manuela wollte nicht mehr schön sein, diesen Eckligen Männern gefallen, so begann sie sich zu verletzen, an denn armen und an denn Beinen, sie ass nur sehr wenig und nahm drastisch ab, doch denn Männern war’s egal, sie kamen weiterhin und die Eltern bestraften sie weiterhin. So ging das weiter, bis sie 15 und vielen Männern somit zu alt wurde. Einige kamen weiterhin und misshandelten sie weiterhin. Wenn Manuela wusste, dass wieder jemand kam, dann besoff sie sich so sehr, dass sie nichts mehr kapierte, doch die schmerzen kamen später und obendrein kamen die Schläge für das was sie gesoffen hatte um zu vergessen. Es zog sich solange hin, in der schule merkte es niemand, nicht die Mitschüler und nicht die Lehrer, sie durfte nichts sagen sonst wäre sie von denn Eltern in einem sack in denn Fluss geschmissen worden. Sie liess sich nichts anmerken und sagte nichts, zu sehr fürchtete sie sich vor denn Eltern und ihre furcht war gross. Bis jetzt konnte ihr nur jemand die furcht nehmen, und das war max. er war es, der gemeint hat, sie müsse zur Polizei. Er war der einzige dem sie vertraute und deswegen ist er jetzt tot. Als die anzeige bekannt wurde, ist Manuelas Vater ausgerastet und hat Max aufgelauert, er musste sterben weil er Manuela helfen wollte, daraufhin zog Manuela die anzeige zurück. Dafür wurde der Vater angezeigt wegen Mordes, Manuela musste bei der Mutter weiterleben, weiterleben mit Prügel und Drohungen.
Nach einigen Krankenhaus Aufenthalten von Manuela die auf schlimmste Verletzungen zurückzuführen waren, kam Manuela ins heim, ihre Mutter wurde auch verteilt.
Doch der psycho- Terror ging weiter bis dahin, wo Manuela sich entschlossen hatte zu gehen, bis dahin wo sie auf Erlösung hoffte.
Manuela hatte fertig erzählt und einzeln sind ihr tränen runter geronnen. Jonas sass da, wusste nicht was sagen, nicht was denken, diese Brutalität, diese Grausamkeit, all dies überstieg sein Fassungsvermögen.
Alles was er jetzt tun konnte, war sie in den arm zu nehmen und sie festzuhalten. Nun fingen beide an zu weinen. Jonas versprach, auf sie aufzupassen, so was nie mehr zuzulassen und Manuela glaubte ihm, sie spürte eine innere ruhe und doch diese Unruhe. Manuela war froh, dass sie Jonas alles erzählen konnte, und Jonas war froh, dass er es wusste. Er gab Manuela die kraft und ein bisschen glauben, das sie in der Psychiatrie an einem ort sei, bei Leuten, die ihr helfen würden. Und so war es anfangs auch, Jonas besuchte sie an jedem tag, an dem es ihm
Die zeit zuliess. Die liebe wurde mit jedem tag grösser und ging es Manuela mal schlecht, wusste sie ihr Jonas wäre für sie da und würde ihr helfen.
Manuela war nun schon seiht mehreren Monaten in der Klinik und wusste wann sie ihren austritt vor sich hat.
Manuela war beunruhigt, denn Jonas meldete sich nicht und das war noch nie vorgekommen. Sie sorgte sich sehr bis sie eines Tages einen Brief bekam. Sie erschrak, es war die Schrift ihres Vaters, langsam öffnete sie den Umschlag und begann zu lesen.


Hallo Manuela

Tja, ich bin’s, dein lieber Vati,
glaubst du etwa ich weiss nicht
was du tust? Ich weiss was du
versucht hast und wo du jetzt
bist, ich lasse nicht zu, dass sich
jemand anders um dich kümmert!
Ich habe jetzt Ausgang und ich
weiss wo dein Freund ist.
Er wird büssen, dass er dich
und deine Geschichte kennen-
lernte, er wird es mit seinem
Leben bezahlen.
Du hast Max und Jonas auf
dem gewissen und auch
mich, ich gehe nicht mehr
zurück ins Gefängnis.

Dein Vati

Manuela war schockiert, konnte nicht glauben was sie da las. Sie rief sofort die Polizei an, sie musste die antworten auf ihre fragen jedem zur Nase rausziehen. Keiner wollte ihr antwort geben. Erst als ein Arzt bei Manuela war, gab man ihr antworten. Es war nicht viel was sie sagten, doch was gesagt wurde schockierte sie umso mehr. Ihr Vater wäre im Wald tot aufgefunden worden, er hätte sich erschossen, neben ihm an einem Baum aufgehängt Jonas, sie wurden von Jägern gefunden, das war alles was ihr der beamte sagte. Doch es bedeutete ihr aus. nun hatte sie wirklich niemanden mehr, und sie wollte niemanden mehr kennen lernen aus furcht, dass auch diese Person der Rache der Familie unterliegen würde. Seit dem tage als sie dies erfuhr, wusste Manuela, dass sie ihr leben endgültig beenden würde. Innerlich ging sie jeden tag mehr und mehr kaputt und äusserlich blühte sie förmlich auf um endlich zu ihrem Tagesurlaub zu kommen.
Nach einer Woche und vielen lügen war es soweit, es war alles bereit, der urlaub genehmigt, der Zugfahrplan studiert und das Memo gerät eingepackt. Als sie auf dem weg war und niemand da war der sie hätte hören können sprach sie ihr Memo auf dem weg zu denn Gleisen.

„ Hi Jonas, hallo Max,
es tut mir so leid, es ist nicht verzeihbar das ihr sterben musstet weil ihr mich beschützen wolltet, ich folge euch heute, damit wir wieder zusammen sind und mir endlich niemand mehr wehtun kann.
Auf bald also, wir sehen uns bald wieder.“

Sie machte einen Umweg über denn Friedhof wo sie an denn beiden Gräbern von Max und Jonas noch eine Kerze entzündetet. Sie ist nun auf ihrem Gedankenrundgang am ende angekommen, hat bemerkt das sie denn halben tag nur über ihre Vergangenheit nachgedacht hatte. Zum abschied legte sie auf beiden Gräbern jeweils ein herz aus einem Foto, ihrem Foto, auf die Gräber.
So leise wie sie gekommen war, so leise ging sie wieder mit dem ziel denn Tod zu finden. Sie sah, der Zug kommt und je näher er kam, desto erleichterter fühlte sie sich. Sie stieg in der Dunkelheit auf die schienen und wartet auf den Zug der sie dem leben entreissen soll.
Jemand der es zufällig sah, gab später unter schock zu Protokoll, er hätte sie noch gesehen, ihr zugerufen, sie solle von denn schienen runter. Er fing an zu weinen:“ als sie mich hörte, blickte sie in meine Richtung, ich sah in ihr Gesicht,“ er begann zu zittern „ich sah, sah ein lächelndes Gesicht, schaute in Augen die durch das weinen schon total verquollen waren, der Zug kam, und trotzdem lächelte sie“ Diese paar Sekunden, kamen ihm wie stunden vor bevor er durch einen schrecklich lauten knall und der anschliessenden Notbremsung des Zuges wieder zu sich fand. Er schaute wie in Trance dahin wo vorhin das Mädchen stand, da war niemand mehr, aber überall, dieses viele blut, Kleiderfetzen, Körperteile…

Es war 24:00 Uhr als Manuela Richner vom Zug erfasst wurde. Sie hatte Tagesurlaub, Bilder und Memo Kassetten von ihr, wurden an denn Gräbern ihrer 2 verstorbene freunde gefunden.
Nach der Auswertung wurde bekannt gegeben, der Fall Manuela Richner wird als Selbstmord zu denn Akten gelegt, Auslöser waren wohl die jüngsten Verluste die sie im Freundeskreis und der Familie hatte.

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†Der Unfall†

Es war Donnerstag als John bei sich zuhause ankam, er schaute auf die Uhr und sah das es 23:00 Uhr war, er konnte nicht fassen wie schnell die zeit doch vergangen war, es kam ihm vor, als sei er erst vor 5 Minuten gegangen. Dabei weiss er noch genau, das es 17:35 Uhr war als er das haus verliess.
Er setzte sich gemütlich in denn Stuhl der auf seinem Balkon stand, er schaute hinauf zum Himmel, seufztend und dachte noch mal an die schönen stunden die er gerade mit Nadine verbracht hatte.
Er war mit ihr zuerst schick essen, dann gingen sie ins Kino um sich einen dieser „Schnulzen“ filme anzusehen, danach gingen sie noch ein wenig am See entlang spazieren. Wie jetzt er, sahen sie da denn Vollmond und die funkelnden Sterne die sie umgaben, sie setzten sich auf eine Bank am See, er legte vorsichtig seinen arm um sie, sie schaute ihn bloss verdutzt an und schon ging das schallende Gelächter los, denn beide machten dermassen komische Grimassen. So plötzlich jedoch, wie sie begannen zu lachen, so plötzlich wurde es wieder still, die Lippen kamen sich immer näher bis sie sich zu einem nicht mehr endenden Kuss trafen. Für beide war es nun klar, sie waren ein paar.
Jäh wird John aus seinen träumen gerissen als ein Polizei mit eingeschaltetem blaulicht und sirene ganz in der nähe durchraste. Als von der sirene nichts mehr zu hören war, lehnte sich John wieder zurück, holte seine Erinnerungen an seine Träumerei noch mal zurück in seine Gedankengänge um sich zu erinnern, zu erinnern wie er sie damals kennen lernte.
Es war an einem bedeutsamen tage, nahe der Bahnstrasse, er lief, in sein Mathebuch vertieft die Strasse runter. Am nächsten tag war ne Prüfung und er musste noch ordentlich büffeln, so nahm er seine Umgebung nicht mehr war und bemerkte nicht wie im eine junge Frau, wollbepackt mit ihren ganzen Einkaufs tüten entgegen kam, es kam was kommen musste, die beiden stiessen frontal zusammen. John dachte sich erst nur so, was das denn für ein Trottel gewesen wäre, der sich nicht achtet wo er hinlaufe. Er wollte schon ausrufen, als ihm das gegenüber zuvor kam, es war eine sehr angenehme, wenn auch bisschen gereizte stimme die nur so lapidar meinte:“ wenn du mich und meinen Einkauf schon über denn Haufen rennst, dann hilf mir doch bitte wieder auf die Beine.“ John schaute die junge Frau an, na ja, anschauen, er starrte schon eher bis ihn ihre stimme wieder aus der Trance entriss:“ hallo, jemand da oder hast du ein Gespenst gesehen?“ John antwortete total perplex:“ ähm, entschuldige, tut mir total leid, ich hoff du hast dir nicht wehgetan, komm, ich helfe dir mit deinen kaputten tüten, wenn du in der nähe wohnst trag ich sie dir nach hause.“ Da ihre tüten diesen Zusammenstoss leider nicht heil überstanden hatten, war es ihr nur recht, schliesslich hatte er sie umgerannt.
„na dann komm mal mit, ich wohne gleich da um die ecke.“ Auf dem weg zu ihrer Wohnung sagte keiner der beiden auch nur ein Wort, es herrschte beklemmende stille, erst als sie ihre Wohnung betraten wies Nadine, so stand es zumindest auf dem Schildchen unter der Klingel, wo er die tüten hinstellen soll und das er sich danach auf der Couch hinsetzen könne. Wenige Minuten später kam sie auch schon aus der Küche mit zwei gläsern mit Wasser und mit einem lächeln sagte sie zu ihm:“ Entschuldige, ich hab grad nix anderes da, aber das bisschen Wasser kann ja nicht ungesund sein.“ Nun sassen sie beide da, prosteten sich erstmal zu und begannen sich dann erstmal vorzustellen. Nach einiger zeit in der sie was tranken, da sassen und sich unterhaltenen, wussten sie nun jeweils ein wenig über das gegenüber.
Johns gegenüber hiess Nadine Jansen, war 17 und war mitten in einer KV lehre, sie konnte sich die Wohnung leisten, weil sie von ihren Eltern finanziert wurde. John hingegen erzählte, er hiesse mit Nachnamen Stadler, das er 18 Jahre alt sei und eine lehre zum Hochbau Zeichner bestreiten würde.
Nach einiger zeit musste John sich dann allerdings wieder auf denn weg machen, bevor er jedoch die Wohnung verliess, tauschten sie noch ihre Telefon Nummern aus. Als John weg war, dachte Nadine noch an das Ereignis nach, sie merkte erst jetzt, sie hatte eigentlich einen total fremden Mann zu sich in die Wohnung gelassen, das hatte sie noch nie gemacht, aber, eigentlich sei es Oke, sie fand ihn ziemlich sympathisch und so wie John sie anschaute, war es bei ihm wohl nicht viel anders.
„Verdammt, was soll das schon wieder“ schreit John als er unsanft aus seinen Gedanken gerissen wird, er schaut runter in denn Innenhof wo der lärm herkam und sah gerade noch ein paar kiddys die laut lachend davon rannten. Er wahr nun ziemlich angesäuert, schon das zweite mal das er aus seinen wunderbaren Erinnerungen an selbigen tag gerissen wurde. Wieder setzte er sich in denn Stuhl und schwelgte wieder zurück, an selbigen Abend, Nadine hatte ihn doch glatt zum Abendessen eingeladen, er nahm die Einladung mit vergnügen an, schliesslich war es eine Gelegenheit mehr über sie zu erfahren. Und tatsächlich, von diesem Abend an unternahmen sie in der nächsten zeit viel zusammen, sie gingen zusammen abends und an denn Wochenenden weg, nach einiger zeit übernachteten sie auch gemeinsam, verbrachten zärtliche stunden miteinander. Und je mehr zeit sie zusammen verbrachten, desto sicherer war es, das es noch lange so bleiben wird.
Einige zeit später wacht er auf, fröstelt und meint leise „brr, ganz schön kalt geworden“ nun war er doch tatsächlich mitten in seiner Träumerei, die vor 4 Monaten Wirklichkeit wurde, eingeschlafen. Er schaut auf die Uhr, macht grosse Augen und hechtet mit grossen schritten zum Telefon, wählt die Nummer seines Lehrmeisters:“ guten tag Herr Spirig, es tut mir wirklich leid, ich weiss, ich hätte vor einer halben stunde bei ihnen sein müssen, es tut mir wirklich leid, ich beeil mich, bin gleich im Büro!“ Er machte sich auf die schnelle frisch und sprang ins Auto, er war sehr stolz darauf, er hatte seit kurzem denn Führerschein und bekam von seinen Eltern ein occasion Auto das er nun sein eigen nennen durfte. Er düste los doch war er während der ganzen fahrt nicht bei der Sache, er musste immer wieder an Nadine denken, in der pause dann rief er sie an, als jemand ans Telefon ging und er die stimme seiner angebeteten hörte flüsterte er:“ hallo schatz.“ sie freute sich wahnsinnig über seinen Anruf und als er auch noch fragte ob sie heute Abend mit ihm was trinken gehen wolle war sie sehr wohl damit einverstanden. Sie war neugierig, er sprach von einer Überraschung, na ja, sie würde es ja am Abend dann sehn.
Kurz nach Feierabend bekam John einen Anruf, es war Nadine, sie musste leider absagen, es wäre was Wichtiges dazwischen gekommen, er solle jedoch fortgehen, das seihe kein Problem.
John war traurig konnte sie nicht kommen, doch wollte er heute feiern gehen, also rief er einen Kumpel an der ihm auch prompt zusagte, sie verabredeten sich für diesen Abend in einer recht beliebten Disco. Am Abend, trafen sich die zwei da, sie tranken und redeten, sie tranken sehr viel und als der Kollege dann mal nach hause musste, bot John an ihn zu fahren. Als sie jedoch beim wagen waren, bekam John vor lauter Trunkenheit kaum die Türe auf, Stefan, so hiess sein Kollege, fragte ob er auch sicher fahren könne, John winkte bloss ab und lallte „kein Problem, das krieg ich noch gebacken“ alsbald fuhren sie los, jedoch merkte man schnell, John hatte ordentlich einen sitzen denn er schlingerte und brauchte ordentlich platz auf der Strasse. Zum glück wohnte Stefan nicht mehr weiht weg, schnell waren sie da, Stefan bedankte sich und wünschte John eine gute heimfahrt „fahr vorsichtig!“ sagte er noch zu John. Inzwischen war John reichlich müde, er sah nur noch sehr wenig und war froh als er auf die zufahrt zum quartier einbog, schon früh machte er die Scheinwerfer aus, bog in die zufahrt zur Tiefgarage ein, plötzlich gab es einen heftigen ruck, John bemerkte ihn ganz knapp, dachte nur noch, ach scheisse, da hab ich wohl die Seiten mauer gerammt, er war jedoch zu müde, fuhr in die Garage und ging gleich hoch in die Wohnung und ins bett, denn schaden könne er ja auch am nächsten morgen noch begutachten.
An Johns Türe wird geklopft und die Klingel heftig betätigt, endlich hört John denn lärm, die Klingel und das Geklopfe, sein kopf dröhnt nur noch „was für ein Kater.“ Murmelt John. Er öffnet die Tür, ein Polizist steht da, John war erstaunt „ist etwas Herr Wachtmeister“ fragte er naiv. Er meinte, gestern Abend sei ein Unfall passiert bei der eine Person zu Tode gekommen sein, es seih vor der einfahrt zur Tiefgarage passiert, man wisse nicht wer der Fahrer des Unfall Wagens gewesen seih. John war erschrocken, hier, ein Unfall mit einem toten, John wollte sich erkundigen wer es denn gewesen sei. Der beamte meinte erst, eigentlich dürfe er solche Informationen nur an angehörige weitergeben, jedoch sei ihm zu Ohren gekommen, das es sich um eine bekannte von John handeln würde, es würde sich um Nadine Jansen handeln, es sei sehr tragisch, sie könnte jetzt noch leben wenn der Fahrer sich um sie gekümmert hätte, sie starb erst nach einer gewissen zeit, an denn folgen der inneren Verletzungen. John brachte kein Wort mehr heraus und brach in tränen aus. Seine Nadine, sie soll Tod sein, nein, das kann nicht sein, das geht nicht, das glaube er nicht. Er bat denn Polizisten zu gehen, schloss die Türe, verkroch sich in seiner Wohnung. Erst jetzt begriff er, ER war es, er selbst war es der Nadine umgebracht hatte, war nicht er zu faul, auszusteigen und nachzusehen was das war. Er konnte sich nicht mehr beruhigen, schlug sich seine Fäuste an der mauer wund.
Es wurde Abend, er beruhigte sich ein wenig, er hatte nachgedacht, wieso ausgerechnet Nadine, wieso war sie zu dieser zeit noch hier unterwegs. Er ging runter, holte die post hoch, darunter befand sich ein Brief von Nadine. Er riss denn Umschlag auf, mit zittrigen Händen hielt er denn Brief und lass ihn

Hallo mein lieber John

Es tut mir leid das ich heute mit dir nicht weg konnte, du kannst mir ja deine Überraschung in denn kommenden tagen noch zeigen. Ich selbst habe auch eine für dich, du wirst Vater mein süsser, ja, ich bin schwanger, wir bekommen ein Kind schatz, aus diesem rund, und weil meine liebe zu dir so gross ist, wollte ich dich fragen.
Schatz, willst du mich heiraten?

Küsschen und in liebe
Deine Nadine

John konnte es nicht fassen, er lass und lass diesen Brief immer wieder, doch was da stand, was da stand lies ihn zusammenbrechen.
Er hatte seine Freundin umgebracht, nein, nicht seine Freundin, seine zukünftige Frau mitsamt ihres gemeinsamen Kindes umgebracht, er hatte sie einfach überfahren, nicht mal nachgeschaut, sie musste qualvoll dort sterben, und er, er alleine war schuld. Mit dieser Schuld konnte er nicht mehr leben, er konnte nicht mehr.
Er schrieb einen Brief

An meine und die Eltern von Nadine

Es tut mir so unendlich leid, ich kann dass, was ich getan hab, nie mehr, nie mehr gutmachen, ich war es, ich war es der sie überfahren hat, ich war es, der nichts gemerkt hat, der sie einfach dort liegen liess, ich finde keine Worte um dies zu entschuldigen, denn das kann ich nicht, ich kann nicht damit leben, das ich sie, sie und unser baby getötet habe, deshalb gibt es für mich nur eines was ich tun kann, ich werde ihnen folgen und hoffen das sie mir verzeihen können
In Trauer
Euer John

Er legte denn Brief sichtbar auf denn Tisch, nahm das Telefon zur hand, wählte die Nummer der Polizei und flüsterte leise ins Telefon: „ich war’s, ich habe sie angefahren, sie getötet, ich war’s, habe es nicht mal gemerkt, sie einfach liegen gelassen, nun werde ich büssen“ liess denn Hörer fallen, hörte nicht mal mehr die Worte des Polizisten, ging auf seinen Balkon, sprang auf sein Geländer, breitete die arme aus und sprang. Der Polizist am Telefon hörte nur noch ein zischen mit einem lauten knall als Abschluss!
Als die Polizei eintraf bot sich ihr ein schreckliches bild, er war mitten auf denn Pflasterboden aufgeschlagen, das blut hatte schon eine lache gebildet in der John lag
Tage später, sah man Bilder, an der stelle wo Nadine und John starben, man sah Fotos der beiden und Blumen die dort lagen


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†Jäh aus dem leben gerissen†


Es ist Donnerstag, langsam zieht eine Trauergemeinde vorbei, sie ist auf dem weg zu den Gräbern, es ist die Beerdigung von Stefan. Man mag es kaum glauben, dass dieser lebenslustige Mensch, noch keine 18 Jahre alt wurde und doch musste er diese Welt schon verlassen! Ein tragischer Verlust, vor allem für seine Freundin, man stelle sich vor das sie seit einem halben Jahr unzertrennlich waren, sich gegenseitig unterstützten, Freud und leid miteinander teilten, doch nun war sie alleine, Susi wusste nicht wie sie mit dem Tod ihres liebsten Menschen klar kommen sollte. Als sie es erfuhr wurde Susi ohnmächtig und zog sich durch den Sturz eine Gehhirnerschütterung zu, musste darauf ins Krankenhaus zur Untersuchung. Jetzt an der Trauerfeier wurde sie von ihren Eltern gestützt, denn es kam einige male vor das sie fast denn Boden unter den Füßen verlor. Als die Beerdigung vorbei war gingen alle nach Hause, nicht aber Susi, sie wollte noch ein bisschen zeit am grabe ihrer größten liebe verbringen. Schon bald wurde es dunkel, Susi schaute auf die Uhr, es war 23:53. Sie musste weinen, schluchzen, ihrer Trauer einfach freien Lauf lassen, denn um 00:12 vor genau 6 Monaten wurden die beiden zu einem unzertrennlichen paar.


Stefan Märchy
05.06.1986
bis
17.01.2002

Stefan hat uns allen sehr viel bedeutet
Und uns in denn Jahren in denen er Bei
Uns war viele schöne stunden geschenkt
Du wirst uns allen sehr fehlen


Die Innschrift wurde vom fahlen Mondschein angeleuchtet. Es war auf dem ganzen Friedhof still, nur aus einer Ecke drang ein Schluchzen hervor, es war Susi, obwohl es nun schon fast 03:00 war, konnte sie nicht von seinem Grab weichen, sie redete vor sich hin, tat wie wenn er da wäre, das wird er auch, er wird für immer und ewig in ihrem herzen weiterleben. Noch einmal riss sich Susi zusammen, dachte an diesen unglücklichen Moment zurück, als ihre beste Freundin vor der Tür stand, eigentlich hatte sie Stefan erwartet, denn sie waren verabredet, Susi fragte Barbera ob sie denn Stefan gesehen habe, Barbera fing an zu weinen und stammelte fast unverständlich leise das Stefan von einem Auto angefahren wurde und denn Unfall nicht überlebt habe. Susi wurde schwarz vor Augen, sie fiel rückwärts zu Boden und stieß sich dabei denn Kopf am Marmorboden. Als sie wieder zu sich kam herrschte rund um sie Erleichterung, sie wusste nicht wo sie war, sie fragte wo sie sei. Ihre Mutter erklärte ihr dass sie mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus liege. Jetzt erinnerte sich Susi wieder, da war doch Barbera, hatte sie wirklich gesagt Stefan sei Tod?
Susi fragte nach, was mit Stefan sei, doch niemand gab ihr eine Antwort, plötzlich hörte Susi den Arzt:" Du darfst dich im Moment nicht aufregen, du musst dich erst ausruhen und zu Kräften kommen!"
Doch Susi schrie:“ Sagt mir endlich was mit Stefan los ist!!!“ Ihre Mutter ging zu ihr ans Bett und sprach leise:“ Kind, er ist tot, er wurde von einem Auto angefahren als er gerade die Straße überqueren wollte, der Fahrer hatte ihn nicht gesehen weil er etwas unter dem Stuhl suchte das im runter gefallen war!!“
Susi bat alle hinaus zugehen, sie wollte einige zeit alleine sein. Als alle draußen waren fing sie an zu weinen, sie musste ihrer Wut, ihrer Trauer einfach freien Lauf lassen.
Wieder erwachte sie, die ganze Familie stand um ihr Bett herum, Susi hatte so lange geweint bis sie eingeschlafen war. Am nächsten Tag konnte sie dann wieder nach hause und eine Woche später war dann auch die Beerdigung!
Susi bemerkte dass sie ja eigentlich noch immer auf dem Friedhof war und vor dem Grab ihres liebsten Schatzes Stefan saß!!
Susi schwelgte in ihrer Erinnerung zurück in die Zeit von vor 6 Monaten, als sie Stefan kennen gelernt hatte, sie konnte sich daran erinnern als wäre es gestern gewesen.
Susi saß im Chat und flüchtete sich aus der realen Welt in der sie zur zeit nur noch schlechte Erfahrungen gemacht hatte, da wurde sie angeschrieben, Susi antwortete, schon bald wurde Susi fröhlicher bei dieser Unterhaltung, sie konnte es fast nicht glauben das dieser Mensch den sie vorher nicht kannte so fest ihre Gefühle bewegen konnte, mit der Zeit wurde auch das vertrauen das die beiden in einander hatten immer größer und größer, es schien denn beiden als ob sie das gegenüber schon seit einer Ewigkeit kennen würden. Als dann aber Stefan gehen musste tauschten sie noch rasch die E-Mail Addi, die Tel. Nummer, die Adresse und Bilder von sich, aus.
Nach einer gewissen zeit bemerkten die beiden das sie sich mehr als nur eine gute Freundschaft vorstellen konnten, es war mehr zwischen denn beiden!! Sie wollten sich unbedingt mal treffen und so kam es auch. Als sich die beiden am Bahnhof sahen umarmten sie sich, gaben sich einen langen Kuss und wahren überglücklich die liebe des Lebens gefunden zu haben und nun, 6 Monate später ist Stefan nicht mehr da, ging er von uns und das nur weil ein Autofahrer unachtsam war!!
Wieder bemerkte Susi das sie wieder in Gedanken versunken war, das sie am grabe ihrer großen liebe saß und das es auch langsam begann Tag zu werden.
Susi ging es wieder so schlecht wie es zu der Zeit war bevor sie Stefan kennen gelernt hatte, doch diesmal war er nicht da um sie vor dem Abgrund zu beschützen, ihr Lebenswille wich von Tag zu Tag mehr aus ihrem Körper, alle bemerkten das etwas nicht stimmte mit ihr, doch niemand wusste genau was los war und alle dachten das sich das mit der zeit schon wieder legen würde, leider war es nicht so, sie fing wieder an zu schneiden, durch Stefan war sie weggekommen von alle dem, doch nun. Sie ging in denn garten um dort das Messer zu suchen das sie mit Stefan gemeinsam vergraben hatte und um es wieder auszubuddeln, nach einiger Zeit hatte sie es dann endlich gefunden. Sie nahm das Messer und rannte damit gleich ins Bad, hielt den arm über das Becken, schon hörte man leises tropfen, das Becken verfärbet sich rot, Susi schien erleichtert, nach einiger Zeit legte sie sich selbst einen verband über die wunde, mit jedem Tag der an ihr vorbei ging, wurde das schneiden häufiger, die wunden größer, tiefer es floss immer mehr Blut. Ihre Eltern bemerkten dass sich Susi in ihrem ganzen verhalten geändert hatte, sie wussten aber nicht wie sie damit umgehen sollten, dachten sich die Zeit heilt alle wunden. Als Susi eines Tages am Teich in ihrem garten niedergekniet war, sah sie ihr Spiegelbild, sie erschrak, sie sah ganz fahl vom Mond beleuchtet auch noch das Spiegelbild von Stefan. Sie holte das Messer aus ihrem Versteck, kniete sich wieder an denn Teich runter und sagte leise:“ Bald bin ich wieder bei dir mein Schatz, dann wird wieder alles so wie es sein sollte, wir sind wieder vereint.“ Sie zog ihr Messer, fuhr langsam damit über ihre Ader, dann spürte sie wie ein Stich sie durchzuckte, sah wie sich ihr Blut mit dem Wasser mischte, langsam kam eine wärme in ihr auf, die Augenlieder wurden schwerer und schlossen sich dann. Sie schlief ein, mit einem lächeln im Gesicht und in der Gewissheit das sie bald wieder mit Stefan vereint sein würde.
Alle waren tief betroffen, alle hatten das übel kommen sehen, doch niemand besaß denn Mut sie anzusprechen, ihr halt zu geben.
Auf ihrem Grab stand dann:


Susanne Friedrichs

12.10.1985
bis
13.02.2002

Susanne, du warst lange stark, doch
niemand hätte diesen Druck so lange
ausgehalten, hätte doch bloß jemand
gemerkt wie schlecht es dir ging.
Hoffentlich seid ihr nun wieder vereint
wie du es gewollt hattest

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†Selbstmord von Laura†

Als Laura das sah, stockte ihr der Atem. Alles verkrampfte sich in ihr. Sie sah, wie der Bildschirm langsam vor ihrem Augen in den Tränen verschwamm und sie nur noch vage die Buchstaben, die ihr gesamtes Inneres gerade ausgelöscht hatten, erkennen konnte.
„Ich kann nicht mehr“.
Das waren doch nur ein paar zusammengesetzte Buchstaben, wie konnte man deswegen ein ganzes Leben an sich vorbeirauschen sehen?
Wie konnte man deswegen denken, alles sei vorbei?
Wie konnten ein paar Buchstaben die Freude und die Glücklichkeit der letzten 8 Monate einfach so zerstören?
Fragen über Fragen.
Keine Antworten.
Nur Fragen.
Laura nahm die nächsten Sätze kaum wahr.
Lina, Steffi und Katja versuchten, sie zu trösten. Das sah ihnen mal wieder verdammt ähnlich. Trösten, alle waren ja soo gute Freundinnen von ihr, und alle hatten sie ja soo lieb!!
Laura wusste, was sie von denen zu halten hatte. Am Anfang, da war es noch lustig gewesen, da hatte sie noch Spaß daran gehabt, jeden Nachmittag den Computer anzustellen und die Namen zu lesen, zu chatten, sich zu freuen, und, ja, und wegen Daniel.
Daniel.
Daniel.
Daniel.
Das war das einzigste, was Laura in diesen Augenblicken denken konnte.
Nur an Daniel.
Es schien ihm nicht schwer zu fallen, diese Sätze zu schreiben. Weit hergeholte Erklärungen, oder besser Sätze, die sie ruhig stellen sollten. Ja keine Panik aufkommen lassen, alles war sowieso schon schlimm genug für sie.
Erst der Tod ihres Hundes, dann die verflossene Freundin und nun machte auch noch Daniel Schluss.
Als das mit Senta war hatte sie ja schon an Selbstmord gedacht, aber Daniel und Lina und Steffi und Katja konnten sie noch davon abhalten.
Dann hatte Carina auf einmal auch besseres zu tun, und ließ Laura allein. Allein mit ihren Problemen.
Und jetzt??
Jetzt dieser Nachmittag. Alles war so schön gewesen, wieder im Chat, wieder zusammen mit ihren Freunden und Freundinnen, Daniel war auch da. Ihr Daniel. Er gehörte doch ihr, er konnte doch nicht einfach so sagen „Aus“, das ging doch nicht.
Sie hatten sich doch in den Nächten, in denen sie telefoniert haben, die ewige Liebe geschworen.
Und jetzt??
Jetzt weinte Laura.
Daniel weinte auch, aber es tat ihm nicht Leid. Er weinte, weil er es doch so niedlich fand, wenn Laura weinte. Sie hatte oft mit ihm am Telefon geweint. Immer diese kindliche Naivität, das machte sie aus. Wenn man sie hörte, da hatte man sofort das Gefühl, man hat es mit einem kleinen und zerbrechlichen Wesen zu tun, das man in den Arm nehmen muss, und man musste aufpassen, dass es nicht zerbrach.
Laura, sie spielte immer die Rollen des kleinen Vogels, der aus dem Nest gefallen war und nicht wieder hereingekrochen kam, aus Angst, oder viel mehr aus fehlender Kraft.
Kraft, die sie jetzt auch nicht mehr hatte.
Sie saß in der Wohnung vor dem Computer und starrte immer noch auf den Satz, auf den Satz, nur auf den Satz.
Auf den Satz, der ihr Leben mit einem Schlag veränderte. Dass Lina und Steffi und Katja da waren, das bemerkte sie gar nicht mehr. Sie sah ein, dass sie sich die ganze Zeit etwas vorgemacht hatte. Die Liebe übers Internet. Und das sollte gut gehen?
8 Monate war es gut gegangen.
8.
8 Monate.
Und jetzt??
Jetzt war es aus. Aus mit den 8 Monaten, mit dem Chatten, dem Telefonieren und mit Daniel. Daniel... Wie schön der Name doch klang. Daniel...
Bei Laura gingen alle Gedanken mit ihr durch. Sie konnte nicht mehr länger mit anhören, wie die anderen versuchten, Daniel fertig zumachen und sie zu trösten. Es war doch sowieso alles nicht ernst gemeint. Die waren doch alles Lügner. Und Daniel erst Recht. Nur ein Lügner. Ohne richtig zu wissen, was sie tat, schaltete sie den Computer aus.
Sie stand auf und ging in ihr Zimmer. Tränen liefen über ihre Wangen und sie wusste nicht, wer sie war, was sie machte, was das Leben sollte.
Als sie aus dem Fenster sah, erkannte sie Schnee. Weiße dichte Flocken, die vom Himmel kamen und die Straßen und Häuser, Bäume und Büsche in ein wunderschönes weiß tauchten.
Laura liebte den Schnee. Das hatte sie schon immer getan. So schön weiß und kalt.
Doch viel mehr liebte sie Daniel. Er war ein Lügner, und doch liebte sie ihn. Dazu waren die letzten 8 Monate zu schön gewesen. Sie liebte ihn noch genauso wie am ersten Tag.
Seitdem war viel passiert. Der Streit, die große Versöhnung, und dann das Treffen.
Den weiten Weg hatte sie in Kauf genommen, er war ihr egal gewesen. Die Zugkosten, auch egal, alles egal, das einzig Wichtige war ihr, dass sie ihn endlich traf. Ihren Daniel. Dass sie ihn endlich mal umarmen und küssen konnte, nicht nur über das Internet sagen konnte dass sie ihn liebte, sondern ihm das ins Ohr flüstern. das war schon lange ihr großer Wunsch gewesen.
Bald würde er Wirklichkeit werden.
Die Begrüßung am Bahnhof war filmreif gewesen. Sie waren aufeinander zugerannt, sie hatte sich um seinen Hals geschwungen und er hatte sie um sich im Kreis geschwungen. Dann hatten sie sich geküsst. Zum ersten Mal.
Und seit diesem einen Kuss wusste Laura, dass Daniel ihr Daniel war. Er durfte nie Schluss machen, und das hatte er auch gesagt. Für immer zusammen, für immer ein Paar.
Und jetzt??
Jetzt sah Laura zu, wie es schneite. Und sie weinte. Und sie wusste, sie konnte auch nicht mehr. Genau wie Daniel es vor einigen Minuten -oder waren es schon Stunden, in denen sie am Fenster saß?- gesagt hatte...
Alles Leid der letzten Zeit staute sich in ihr auf und sie wusste, sie musste etwas unternehmen. Ohne Freundin, ohne Hund, ohne Daniel weiterleben, eine unvorstellbare Vorstellung. Bei dem Gedanken musste sie an Daniel denken. Er hatte diese Widersprüche in Lauras Sätzen immer so süß gefunden. Eine unvorstellbare Vorstellung.
Das bewies mal wieder, dass Lauras Lebens nur aus Daniel bestand. Alles, was sie machte, alles, was sie tat, alles, was sie dachte erinnerte sie an ihn. Und an die 8 Monate.
Ohne zu wissen, wohin, ging sie hinaus. In den Schnee. Sie lief und lief und weinte dabei weiter. Dass die anderen Leute sie dabei anstarrten machte ihr nichts aus. Es würde nichts an ihrem Entschluss ändern.
Laura lief, bis sie zur Brücke außerhalb der Stadt kam. Niemand sonst war hier, außer Laura und dem Schnee.
Völlig außer Atem kletterte sie den Baum, der am Wegrand stand, hinauf. Die Äste waren nass und glitschig vom Schnee. Ihre Hände glitten an den Ästen ab. Ihre Hände wurden noch kälter als sie eine Stelle auf einem der oberen Äste vom Schnee frei wischte. Es kamen Buchstaben zum Vorschein. D A N I E L. Und darum ein Herz.
Das hatte sie hier eingeritzt, als sie sich so sicher war, dass nichts sie auseinander bringen könne.
Und jetzt??
Ihre Tränen fielen auf den Baum und der Schnee schmolz an den Stellen, an denen sie aufkamen.
Mit zitternden Händen befreite sie auch den Stamm von Schnee. Ob es noch da war?
Ihre Finger fühlten die raue Rinde. War es etwa weg? Und war das Messer noch da?
Nein, sie sah das große Astloch im Stamm. Sie griff hinein und zog ein Messer heraus. Der Griff war schon durchnässt und modrig, die Klinge noch einigermaßen scharf und sauber.
Sie rieb es an ihrer Jacke ab und betrachtete es. Ihre Mutter hatte es ihr einmal geschenkt. Damals hatte sie darauf bestanden, ein Messer zu bekommen, weil sie doch so gerne schnitzte. Hätte ihre Mutter gewusst, was sie einmal damit vorhatte, hätte sie es wohl nicht gekauft...
Laura nahm es so fest es ging in die Hand und strich nun das Herz mit den sechs Buchstaben durch. Die Rinde war festgefroren, doch mit einiger Kraft gelang es ihr, zwei Striche durch den Namen zu ritzen. Zufrieden sah sie ihr Werk an. Ihr kamen wieder Tränen, doch diesmal waren es Tränen aus Wut. Wie hatte Daniel das ihr bloß antun können?
Sie rutschte ab, als sie versuchte, den Baum wieder hinunterzuklettern. Gott sei Dank war er nicht allzu hoch und ihr passierte nichts. Gott sei Dank? ...
Ob ihr jemand nachtrauern würde? Vielleicht ihre Mutter. Oder Lina, Steffi und Katja. Aber das meinten die sowieso nicht ernst.
Sie dachte noch etwas weiter darüber nach, als sie das Messer ansetzte.
Tief schneiden, sonst überlebte man. Und längs, nicht quer.
Laura schnitt längs und tief.
Rotes Blut sickerte in den Schnee. In den Schnee, den sie so liebte...


Daniel fing an zu weinen, als er die rote Rose auf den Sarg legte.
Als der Sarg mit Erde bedeckt wurde, fing es sanft an zu schneien...


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†Unsichtbare Tränen†

Es war mal wieder einer dieser Abende, das merkte Tina schnell, sie wusste nichts mit sich anzufangen. Gerne hätte sie wenn angerufen, wäre was trinken gegangen, doch wenn sollte sie anrufen, sie hatte keine freunde, mit der Familie wollte sie nichts mehr zu tun haben, sie wahr froh da endlich weg zu sein, eigentlich, dachte sie gar nicht gern zurück. Dort, bei ihren Erzeugern wie sie sie nur noch nannte, wurde sie nur geschlagen und egal wer was angestellt hatte, sie war schuld, sie wohnte damals mit ihrem Vater, ihrer Mutter und einem älteren Bruder gemeinsam im haus. Sie wurde jahrelange geschlagen, doch nein, das war nicht genug, zwischen ihrer Mutter und ihrem Vater ging im bett schon lange nichts mehr, sie bemerkte schnell, das sie ihr Vater anders begann anzuschauen, sie bekam jedes Mal angst wenn er das tat, und eines Tages, als niemand zuhause war ausser ihr und ihrem Vater, tat er es, er kam ihr zu nahe, fasste sie an und tat noch viel schlimmere dinge. Als er endlich fertig war, lag sie nur noch da, rollte sich zu einer kleinen Kugel zusammen, sie hatte schmerzen, grosse schmerzen, er war wie ein Tier über sie hergefallen. Bevor er das Zimmer ganz verliess, warnte er sie noch, sollte sie dies je jemandem erzählen, dann würde ihr eines Tages ein Missgeschick passieren, das sie nicht überleben würde. Sie sah in ungläubig an, er konnte doch nicht, er würde doch nicht, doch sie sah in seine Augen, sofort wusste sie, doch, er würde es tun, er würde es tun und es sogar geniessen! Sie hörte wie ihr Vater das haus verliess, wahrscheinlich ging er in die Kneipe, sich wieder vollaufen lassen. Sie rannte ins Badezimmer, stellte die brause an, begann sich zu waschen, sie fühlte sich so eklig, auch nach einer stunde waschen und schrubben, ihre haut war schon ganz rot, fühlte sie sich immer noch eklig, hatte noch immer das Gefühl, ihn und das was er hinterliess zu spüren. Sie hörte eine Türe knallen „oh nein, da ist er wieder, er wird doch nicht wieder, nein, das lass ich nicht zu“ rasten ihr die Gedanken durch denn kopf „hau ab, lass mich in ruhe, du hast doch schon etwas gemacht was schlimmer als all die Schläge ist, lass mich in ruhe, das mache ich nie wieder“ erst passierte nichts, es war nichts mehr zu hören in der Wohnung, doch plötzlich krachte die Türe auf. Sie hielt sich die arme vor denn kopf und begann zu weinen, sie hatte solche angst, solch grosse angst. Plötzlich hörte sie eine stimme, es war ihr Bruder, er war genau so ein Arschloch wie ihr Vater, er war sein kleiner Liebling, auch wenn es ihr Bruder war der ein Fenster kaputt gehauen hatte, so bekam sie die Schläge dafür. Doch das jetzt, dass war was ganz anderes, ihr Bruder stand plötzlich vor ihr, schrie sie an was der scheiss solle, doch sie schluchzte nur:“ lass mich einfach in ruhe, verdammt noch mal, und wehe du sagst Vati etwas davon was ich eben geschrieen hab“ Das war ein Fehler, wieso hatte sie das gesagt, wieso, wieso nur, furcht durchflutete ihren Körper als sie ihr Bruder am arm aus der dusche zerrte, sie schlug sich denn kopf am Klo an *auuu* schrie sie, er jedoch gab ihr nur einen tritt und schrie sie an:“ halt die schnauzte, wenn du nicht willst das ich Vater etwas sage, dann sag ich ihm das was du vorhin gesagt hast, also sei still und sei schön brav“
Sie verfluchte sich, sich und ihre grosse klappe, wieso konnte sie nicht einfach die klappe halten. Ihr Bruder liess erst nach zwei stunden von ihr ab, hatte sie denn heute nicht schon genug durchlebt, mit letzter kraft schlich sie ins Badezimmer, wusch sich, versuchte all diesen Dreck, dieses eklig fühlen weg zu waschen, doch sie konnte es nicht, egal wie sehr sie sich schrubbte, wusch, es ging nicht weg. Inzwischen rief ihre Mutter:„ kommt alle runter, essen ist fertig“ Tina kroch in ihr Zimmer, schrie runter, sie wolle nichts essen, schloss die Zimmer Tür ab und verkroch sich tief in ihrer decke. Mitten in der Nacht hörte sie ein klopfen an ihrer Tür, sie hörte weg, stellte sich schlafend, doch plötzlich hörte sie ihn, ihren Vater:“ mach die Türe auf, ich weiss genau du kannst mich hören du kleine schlampe, schliess sofort diese Türe auf oder ich schlag dich grün und blau wenn du aus dem Zimmer kommst!“ sie wollte keine Schläge, nicht so, so langsam wie sie konnte kroch sie zur Tür, öffnete die Tür, kaum war sie auf stand ihr Vater vor ihr, prügelte auf sie ein „diese Türe hat ab sofort immer auf zu sein, ich will sie nie mehr abgeschlossen sehen“ schrie er sie an. Er zog denn Gürtel aus seiner Hose, schmiss sie aufs bett, entblösste ihren Po und schlug so fest das es rote Striemen gab, daran war sie schon mehr oder weniger gewohnt, doch das wirklich schlimme für sie kam erst danach, er tat es schon wieder. Er kam fast jeden Abend zu ihr ins Zimmer, doch als wäre das nicht genug, ihr Bruder nutzte ihre Situation aus wo immer er nur konnte, hatte er mal wieder eine zeit keine Freundin, so kam er zu ihr, schrie sie an, sei nett zu mir, oder ich sage alles Vati. Sie tat was er wollte, es war das kleinere übel, als wie wenn sie die strafe von ihrem Vater zu befürchten hatte. Monatelang ging das so weiter, eines samstags kam er zu ihr ins Zimmer:“ zieh dir was schönes an und dann warte unten im wagen“ sie tat was er ihr befahl, sie wollte keine Schläge riskieren, sie wusste nicht was das ganze soll, ein paar Minuten später kam ihr Vater, stieg ins Auto ein. Seiht sie losgefahren waren, war schon einige zeit vergangen, sie fragte wohin sie fahren würden, doch er knallte ihr bloss eine, frag nicht, du wirst es schon noch sehen. Bald darauf fuhr er auf einem kleinen hof, hielt an und stieg aus, als sie ebenfalls aussteigen wollte, schrie er sie an, bleib gefälligst sitzen. Er verschwand in dem Gebäude, kam nach ein paar Minuten mit einem Mann denn Tina so auf 50 schätzte wieder raus, sie hörte ihn noch so murmeln:“ hier ist die kleine Hans, sei bloss nicht zimperlich mit ihr, wenn sie sich querstellt, verpass ihr ordentlich Prügel, dann tut sie was du willst, ich komm sie dann Sonntag Abend wieder abholen“ Tina war geschockt, sie sollte doch nicht etwa, nein, das konnte er doch nicht tun, das würde er doch nie tun, als sie jedoch sah wie ihr der Mann, der Hans genannt wurde ein paar grosse scheine in die hand drückte, wusste sie, er hat!!
Das Wochenende bei diesem Bauern war das schlimmste bis jetzt, sie musste ihm stall leben, wurde angekettet, durfte nicht aufs Klo, zu essen und zu trinken gab’s aus einem Eimer, es war so erniedrigend. Sie war direkt froh wieder zuhause zu sein, da gab’s ein bett, ein bad, richtiges essen, auch wenn jeden Abend ihr Vater bei ihr im Zimmer erschien, es war unter der Woche, sie musste zur schule, da konnte ihr niemand was tun. Mit der zeit begann sie weg zu bleiben, nicht mehr nach hause zu gehen, sie zog durch die Stadt, versteckte sich wo es nur ging. In der schule hatte sie keine freunde, sie war sehr zurückgezogen, kannte niemanden näher, sie war also mehr oder weniger auf sich gestellt. sie kam immer wieder nach hause, und da passierte es wieder, sie wurde von ihrem Vater regelrecht verprügelt und anschliessend hat er sie gedemütigt, ihre Mutter, die hat nie was gesehen, wieso sollte sie auch, ihr war es egal was mit Tina wurde.
Eines Tages riss Tina aus, kam nicht mehr nach hause, sie war nun seiht einer Woche weg, sie kaufte sich etwas zu essen, von dem wenigen was auf ihrem Sparheft war, schlief oft irgendwo draussen, noch war es ja ziemlich warm. Eines Tages jedoch wurde sie von einer Polizei streife aufgegriffen, ihr Vater hatte sie wohl inzwischen als vermisst gemeldet. Sie wurde erstmal zur Versorgung in ein Spital gebracht, sie hatte sich mit einer Scherbe am arm verletzt gehabt als sie umfiel, diese wunde musste desinfiziert und verbunden werden, da sie schon recht böse aussah, bei der Gelegenheit wollte sie die Ärztin noch untersuchen, dabei sah sie die vielen Prellungen, Tina musste sich ausziehen, es war ihr so peinlich als die Ärztin sie genauer betrachtete. In denn Augen der Ärztin war pures entsetzten zu sehn, noch nie hatte sie solche Striemen und wunden, auf dem Körper eines Menschen gesehen, das schlimmste war, Tina war doch erst 15!! Sofort wurde Tina erstmal in ein heimgebracht, ihre Eltern wurden angezeigt, sie verloren das sorgerecht, doch mehr als ein Bussgeld und eine 3 monatige Haftstrafe auf Bewährung gab es trotz allem nicht. Tina jedoch kam ins heim, sie begann nach einigen Wochen im heim an zu rauchen, mit 16 begann sie zu trinken, sie trank viel, sie konnte diese Erinnerungen die sie jeden Abend heimsuchten nicht mehr ertragen. Eines Tages wurde sie ins oberinen Zimmer gerufen, Tina, es tut uns leid, aber wir können dich nicht hier bei uns behalten, wir halten es nach Absprache mit einem Psychiater für das beste, wenn du in eine Klinik gehst und dich dort therapieren lässt, sie dachte, sie höre nicht richtig, das können die doch nicht einfach machen *schrie sie in Gedanken* geh bitte deine Sachen packen, wir erledigen hier die Formalitäten wurde ihr aufgetragen. Das war Tinas Chance, sie packte hastig ihre wichtigsten dinge zusammen und machte sich durch das Fenster aus dem staub. Nein, sie wollte nicht in eine Psychiatrie, nicht das auch noch… sie versteckte sich eine gewisse zeit recht erfolgreich vor der Polizei, die sie nun intensiv suchte, sie fand in Leerstehenden Häusern Unterschlupf. Eines Tages als sie nach dem betteln wieder in das leere haus zurück kehrte und gerade das bisschen ass was sie sich kaufen konnte, hörte sie eine stimme und erstarrte, es war ihr Bruder, verdammt, wie war das möglich „hallo Schwesterlein, na, hast du mich vermisst du kleine schlampe“ liess er selbstgefällig von sich, sie wollte davon rennen, doch er hatte sie schon am arm gefasst, er warf sie zu Boden und schrie sie an:“ wag es nicht aufzustehen oder du wirst es bereuen.“ Sie war wie gelähmt, sie konnte sich nicht bewegen, sie sah zu wie er sich aus seiner Hose wälzt, er kam näher, er fasste sie überall an, Tina wurde ohnmächtig, als sie wieder aufwachte war Robert, ihr Bruder, weg, er hatte sie nackt zurückgelassen, ihre Kleider waren überall verstreut, nur ein Blatt lag fein säuberlich zusammen gefaltet neben ihr. Du hast dich nun jeden Abend für mich und meine Kumpels bereit zu halten, ich weiss ja nun wo du bist. Tina erschrak, sie war all dem erst entkommen und nun sollte dies wieder von vorne beginnen, nein, nicht mit ihr, sie zog sich hastig an, packte ihre Sachen und rannte zur Autobahn auffahrt, sie trampte, sie wollte einfach weg, weg von dort, weg von ihrem Bruder, ihrem Vater, von all denen die ihr so weh getan hatten. Ein netter Autofahrer nahm sie mit, auch wenn es nur ein paar grössere orte waren die nun zwischen ihr, und all diesen Monstern war, so fühlte sie sich nun ein wenig sicherer. Sie liess sich in einem einsam Leerstehenden haus nieder, es hatte kein Strom, aber Wasser und es zog nicht zu sehr. So langsam aber sicher ging es auf denn Winter zu, die ersten tage waren schwer, sie wusste, lange würde sie es so nicht überstehen, sie war schon sehr ausgemergelt, sie ass kaum noch etwas, ihr Körper war übersäht mit wunden, mit wunden, die von ihrem Vater waren, doch es gab auch neue, neue wunden die sie sich selbst zugefügt hatte, mit Messern, mit Zigaretten, mit Scherben, Nägeln, alles womit sie nur konnte nutzte sie um sich zu verletzen. Jeden Abend diese Bilder, wie ihr Vater oder ihr Bruder zu ihr ins Zimmer kamen, was der Bauer mit ihr gemacht hatte, sie hielt diese Bilder nicht mehr aus, nicht mal der viele Alk half ihr mehr, sie wollte nicht mehr leben, nein, sie konnte so nicht mehr leben. Sie besorgte sich eines Tages jede menge Alkohol, sie trank denn ganzen tag durch, und als sie das Gefühl hatte, das sie nun genug hatte, nahm sie eine klinge, sie fuhr erst zaghaft entlang ihrer Venen, dann, sie tat es, einmal kräftig gedrückt und die klinge durchgezogen, sie fühlte eine kurzen schmerz in weiter ferne.
Tina machte die Augen auf, nahm leise stimmen wahr, konnte erst nichts erkennen, diese Helligkeit, sie war geblendet, nach und nach konnte sie etwas erkennen, schaute sie vorsichtig um, nein, das kann doch nicht sein, sie war in einem Spital „wieso bin ich hier, lasst mich raus, ich will hier weg“ schrie sie auf. Zwei Schwestern hielten sie fest, reg dich nicht so auf Mädchen, du zerreist ja deine verbände und die wunden öffnen sich wieder redeten die Schwestern beruhigend auf sie ein. „Ich will nicht hier sein, ich will weg, ich will sterben“ schrie Tina. Ein Arzt kam und gab Tina eine spritze. Boshaft meinte er:“ Mädel, sei froh das dir der Polizist gefolgt ist und dich gefunden hat, er hat dir das leben gerettet, sei gefälligst nicht so undankbar!“ Tina wurde müde, es war ihr recht, so musste sie nicht mit dem doc reden. Ein tag später, Tina war wieder wach, wurde ihr mitgeteilt, sie würde überwiesen, an eine Psychiatrie, sie würde dort auf eine geschlossene Station kommen, das sei das beste, da sie momentan akut suizidal seihe und man es nicht verantworten könne das sie sich umbringt. Es brauchte zwei starke Männer die Tina begleiteten, sie wollte dort nicht hin und so musste sie regelrecht dorthin gezogen und geschoben werden, sie war erst 16, aber was nicht noch alles für Kräfte in so einem geschunden Körper stecken können.
Tina kam erst mal in die Isolations- Zelle, wurde auf der matte festgeschnallt, man gab ihr diverse Medikamente damit sie sich ruhig verhalten würde. Inzwischen sind einige Monate ins land gezogen, Tina hatte sich ein wenig in das stations- leben integriert, sie nahm an diversen Aktivitäten auf der Station teil, sie hatte sogar seiht langem mal wieder so was, das man wahre freunde nennen konnte, am besten kam sie mit Franzi aus, das war ihre neue Zimmer Mitbewohnerin. Franzi war 17, sie war auch wegen seines Selbstmord Versuches in der Klinik, wieso sie denn allerdings unternommen hatte, das wollte sie niemandem sagen, trotzdem kamen Franzi und Tina super aus. sie waren wie zusammen geschweisst, wie wenn sie Schwestern wären, sie hielten immer zusammen, eines Tages war mal wieder besuch für Franzi da, die beiden dachten erst, es seihen ihre Eltern, doch als die Schwester meinte, es seih ihr Grossvater wurde sie ganz blass, Tina merkte das etwas nicht stimmen konnte, sie fragte was los sei, doch Franzi gab keine antwort, sie lugte durch einen Türspalt raus und Franzi nach, Moment mal dachte sich Tina, Franzis Grossvater kam ihr sehr bekannt vor, das, das war doch Hans, der Bauer von damals. Sie wollte Franzi nachrennen aber sie war schon weg, hastig fragte sie die Schwester wo die beiden hingehen würden, lapidar kam die antwort, keine angst, Franzi ist doch heute Abend wieder da, sie geht mit ihrem Grossvater nur eben mal weg. Tina blieb die ganze Nacht wach, doch keine Franzi kam mehr, Tina ging zur stations- Schwester und fragte nach, was da los sei, diese nahm Tina erstmal in arm „du musst stark sein Tina, Franzi wird nicht mehr kommen, nie mehr, sie hat sich gestern Abend vor einen Zug geworfen!“ Tina glaubte nicht was sie da hörte, Franzi, Franzi hat sich umgebracht, nein, das kann nicht sein, das ist nicht wahr sagte sie sich in Gedanken zu sich. Tina begann auszurasten, schlug mit Sachen um sich, warf dinge rum, erst mit 4 Pflegern konnte man sie unter Kontrolle bringen, sie ins isolations- Zimmer bringen. Da verbrachte sie die nächste Woche. Sie beantragte einen Ausgang beim pflegepersonal, sie wolle das grab von Franzi besuchen, sie durfte da dann auch tun, in Begleitung eines Pflegers, als sie zurück kam, war ein Brief für sie angekommen, Tina stockte der Atem, diese Schrift, das ist doch, das ist doch Franzis Handschrift, im Zimmer eingeschlossen lass sie denn Brief

Hallo Tina meine süsse,

es tut mir so leid, das ich dir so lebe wohl sagen muss, die zeit mit dir war wunderschön und es hat mir gezeigt, das es noch gute Menschen gibt, lange habe ich nur für unsere Freundschaft durchgehalten, doch Nicht mal hier bin ich sicher, vor ihm, vor meinem Grossvater, er kann mich einmal in der Woche hier abholen, und er hat mir angedroht, das er genau das machen will, was er dann mit mir anstellen will, das will und kann ich dir nicht erzählen, es tut mir leid, doch ich könnte das nicht durchstehen, bitte verzeih mir das ich dich alleine lasse, doch seih nicht traurig, da wo ich jetzt hingehe, da wird mir niemals mehr jemand weh machen können, da werde ich keine narben mehr am Körper tragen, da kann ich glücklich sein, ich werd über dich wachen und hier auf dich warten teure Freundin

deine Franzi

Als Tina das gelesen hatte brach sie in tränen aus, sie ging zur stations- Schwester, bat um ein beruhigungs- Medikament was sie auch bekam. Sie legte sich hin, schrieb noch ein paar Zeilen. Als am nächsten morgen frühstück war und niemand Tina entdecken konnte, wurde in ihrem Zimmer nachgesehen, die Schwester, es war eine neue in Ausbildung, viel rückwärts aus dem Zimmer, sofort rannten einige Pfleger hin, es war wegen Tina, sie konnte ein Bettlacken erhöht befestigen und hat sich damit zu Tode stranguliert.
Daneben, ein in zittriger Schrift geschriebener Brief.

Lasst mich endlich weg von hier, weg aus dieser Hölle die es für mich ist, all diese Qualen, diese schmerzen, diese Pein, ich kann nicht mehr, ich kann einfach nicht mehr, begreift es, gewährt mir diesen letzten von mir gewählten schritt, ich bin jetzt da, wo mir nie, nie mehr jemand weh tun wird, und ich werde nicht alleine da sein, sondern Franzi wird auch dort sein, gemeinsam wird es uns dort gut gehen



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